10 Pflegetipps für schöne Haare

Blondierte Haare sind furchtbar. Ich spreche aus Erfahrung. Sie splissen und brechen und nerven… Das Einzige was wirklich hilft ist rauswachsen lassen und abschneiden. Aber ich liebe meine Haare und möchte sie nicht abschneiden, daher versuche ich sie so gut wie möglich zu pflegen.

Was war ich stolz, dass meine jugendlichen Blondierexperimente raus gewachsen waren… Haarpflege ist anstrengend, aber blondierte Haare pflegen ist der Endboss! Letzten Sommer bin ich auf die mehr oder weniger tolle Idee gekommen mir die Haare leicht aufzuhellen. Nach einem „Oh, Ihre Haare haben die Blondierung aber stark angenommen!“ vom Friseur hatte ich dann fast weißblonde Haare.

Das war der Punkt an dem ich feststellen musste, wenn ich mir die Haare nun nicht abrasieren möchte, muss ich sie pflegen. Richtig pflegen. Ich habe mit der Zeit einiges ausprobiert und dadurch meine eigenen Regeln aufstellen können, die ich nun mit euch teilen mag.

1. Milde Shampoos

Unter milden Shampoos verstehe ich in erster Linie Naturkosmetikprodukte mit milden Tensiden. Dazu zählen Coco Glucoside, Sodium Lauryl Sulfoacetate, Sodium Cocoate. Wenn man ein nicht so mildes Tensid hat und deswegen nicht gleich alle Shampooflaschen wegschmeißen will, kann man sein Shampoo auch verdünnen. Ich nehme da gerne eine leere Shampooflasche oder kleine Wasserflasche, mache einen kleinen Klecks Shampoo rein und fülle die Flasche mit Wasser. Gut schütteln und nach und nach über den Kopf schütten. Ein weiterer Tipp ist auf Shampoos mit Sulfaten zu verzichten (z.B. Sodium Lauryl Sulfate)

2. Reichhaltige Conditioner

Ich erkenne ein reichhaltiges Produkt daran, dass die Öle und Extrakte möglichst weit vorne in den Inhaltsstoffen stehen und vor allem mehrere enthalten sind. Man muss eine Weile suchen, aber auch in der Drogerie kann man da fündig werden. Besonders reichhaltig sind Conditioner z.B.  mit Olivenöl, Arganöl und Sheabutter. Den Conditioner kann man übrigens gerne länger als die oft angegebenen 2 – 5 Minuten in den Haaren lassen. Wenn ich viel Zeit habe gerne auch mal 30 – 60 Minuten, mindestens aber immer 10 Minuten.

3. Regelmäßige Haarkuren

Haarkuren sind sehr wichtig, die macht man eigentlich viel zu selten. Die besten Haarkuren stehen nicht im Regal, die rührt man sich selbst zusammen. Blondierte Haare brauchen oft Proteine und/oder Feuchtigkeit. Meine liebsten Mischungen entstehen aus Ei, Honig, Joghurt/Quark, Avocado und Olivenöl. Um herauszufinden, was deine Haare gerade brauchen, empfehle ich den Wet-Assessment-Test

4. Haare richtig waschen

Okay das klingt jetzt komisch, aber die meisten Frauen waschen ihre Haare total falsch: Shampoo auf den Kopf, alle Haare auf den Kopf wurschteln und alles gut durchkneten. Da sind Knoten und Haarbruch vorprogrammiert! Besser ist es, das Shampoo auf den Kopf zu geben und mit leichten kreisenden Bewegungen aufzuschäumen. In die Längen kommt bei mir kein Shampoo, sondern nur Conditioner. Den verreibe ich in den Händen und streiche über die Längen, um ihn zu verteilen.

5. Regelmäßige Spitzenpflege

Besonders meine Spitzen neigen zu Haarbruch und Spliss. Damit meine Haarenden nicht wegbröseln oder knirschiges Heu werden, schenke ich denen besondere Aufmerksamkeit. 2 mal täglich (morgens und abends) schmiere ich mir kleine Mengen Öl, Creme oder Sheabutter in die Spitzen und Längen. Es ist aber wichtig die richtigen Produkte zu verwenden, um danach keine fettigen Haare zu haben oder den Zustand zu verschlimmbessern. Aber hier muss jeder selbst sehen, was seine Haare mögen und was nicht. Außerdem empfehle ich regelmäßig Mikrotrimms (0,5cm) um die kaputten Spitzen loszuwerden. Friseure schneiden meiner Meinung nach immer viel zu viel ab, daher schneide ich mir meine spitzen nun immer selbst.

6. Richtig kämmen

Ja, man kann falsch kämmen. Hier kommt es nicht nur auf die Technik an, sondern auch womit und wann. Auf jeden Fall sollte man immer von unten nach oben kämmen, also mit den Spitzen anfangen und dann immer höher gehen. Ich empfehle vorher mit den Fingern schon mal durch die Haare zu fahren, um Knoten zu lösen. Auf keinen Fall solltet ihr nasse Haare kämmen, da diese sehr empfindlich sind. Grundsätzlich empfehle ich auch weniger kämmen, ich zum Beispiel kämme meine Haare fast nie, sondern entwirre sie nur morgens und abends mit den Fingern. Die Wahl des richtigen Kammes möchte ich auch noch ansprechen. Optimal ist ein glatter Holz oder Hornkamm, Bürsten sind eher suboptimal. Plastikkämme und Bürsten solltet ihr verbannen, denn die haben oft scharfe Kanten, die die Haare aufrauen.

7. Hitze vermeiden

Kein Glätten, kein Lockenstab, nicht heiß föhnen. Deine Haare leben je nach Haarlänge mehrere Jahre lang. Stell die vor du grillst sie regelmäßig, welche Langzeitschäden du damit deinen Haaren zumutest…! Wenn du föhnen musst, dann höchstens kalt.

8. Die Haare nicht so oft offen tragen

Wenn du deine Haare oft offen trägst, reiben die Haare aneinander, an deiner Kleidung und an deiner Umgebung (z.B. Couch, Autositz, …). Dadurch entsteht bei mir der meiste Spliss. Ich trage nun vor allem im Alltag oder wenn es sehr windig ist immer einen Dutt. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie viele verschiedene Dutts es gibt, da wird es keine Langeweile geben!

9. Scalpwash

Haare fetten nicht, die Kopfhaut fettet. Oft sieht mein Ansatz schon sehr fettig aus, aber die Längen und Spitzen sind noch super. Dann binde ich mir einen sehr lockeren Zopf und wasche mir im Waschbecken nur den Kopf. Dadurch werden die Spitzen geschützt, denn jede Haarwäsche ist strapazierend.

10. Nachtfrisuren & Nachtmützen

Es ist wichtig seine Haare auch nachts zu schützen. Die wenigsten liegen wie ein Stein im Bett und bewegen sich nicht. Ich rolle mich meist hin und her, dadurch entsteht wieder viel Reibung und ich liege im Schlaf gerne auch mal auf meinen Haaren. Ihr glaubt nicht, was man sich in einer unruhigen Nacht an Haaren ausrupft. Um das zu vermeiden gibt es verschiedene Möglichkeiten: Ein Flechtzopf, ein hoher lockerer Dutt, eine Nachtmütze.

Und der ultimative Tipp ist: Nie wieder blondieren!

 

18 Gedanken zu “10 Pflegetipps für schöne Haare

  1. Toller Beitrag!!
    Ich habe noch einen Tipp: erst Conditioner in die Enden massieren, auswaschen und dann das Shampoo nur in den Ansatz und auswaschen. So werden die Haare nicht zu sehr durch den Conditioner beschwert und die Längen nicht zu stark durch das Shampoo ausgetrocknet 🙂

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  2. Das Problem hatte ich auch gerade. Nach diversen Friseurbesuchen gehe ich nun seltener und schneide auch mal die Spitzen selbst. Hab mir von deinem Post vieles mitgenommen. Gerade beim Kämmen hab ich gar nicht so darauf geachtet. Leider glätte ich alle paar Tage da sich bei mir schnell Locken bilden – gerade bei feuchtem Wetter. Da ist Pflege um so wichtiger.

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    • Ich verstehe mittlerweile nicht mehr, warum ich zum Spitzen schneiden immer beim Friseur war, wenn man es so leicht selbst machen kann. Klar einen komplizierten Schnitt kann man selbst nicht machen, aber Spitzen funktioniert super. Es muss nur eine ordentliche scharfe Haarschere sein. Mit einer stumpfen Schere macht man die Haare kaputter als vorher. Aber bei Amazon kosten die ja nur 20-30 € das geht finde ich.
      Freut mich dass du ein paar Tipps mitnehmen konntest! Das Glätten würde ich aber wirklich lassen, damit tust du dir keinen Gefallen.

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      • Ja leider habe ich noch keine Idee wie ich diese vielen Haare zähmen kann 🙂 aber gesunde Haare machen so viel des Erscheinungsbilds aus. Furchtbar wenn man manche abgefressenen Haare sieht. Ich hatte mir nach und nach immer seltener Strähnchen machen lassen – irgendwann hat man einfach keinen natürlichen Farbton mehr. Fragt man aber den Friseur nach der Schädigung heißt es nur sooo schlimm ist das nicht. Tzzzz….

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      • Naja die müssen das sagen weil man ja sonst nicht wieder kommt und leider kennen die es selbst oft nicht anders. Kennst du das Phänomen Friseurinnen mit kurzen bunten Haaren? Die müssen sich mit Pflege nicht auseinander setzen.
        Es gibt eine ganze Menge Optionen um Haare glatter zu bekommen ohne Hitze. Das lege ich dir ans Herz, dann hast du auch mehr Freude an deinen Haaren

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  3. Das Problem mit den blondierten Haaren kenne ich. Ich muss mich immer entscheiden, ob ich will, dass das Deckhaar abbricht, dann schlafe ich ohne Dutte oder dass die Haare am Hinterkopf abbrechen, dann schlafe ich mit Dutt. Ich mag das Blond aber so sehr, dass ich dafür auf über-Schulter-Länge verzichte.

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  4. Mir gehts genauso. Ich hab auch um auf ein schönes helles rot zu kommen blondiert. Ich bereue es auch ohne Ende. Aber jetzt heißt es aussitzen und pflegen pflegen pflegen. Neu entdeckt habe ich das Shampoo verdünnen. Fahre damit auch echt gut. Vor allem kann man es dann viel besser/einfacher auf dem Kopf verteilen.

    Liebe Grüße

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